Die Ressourcen der MIND Foundation bestehen aus drei Hauptsegmenten: Psychedelic Compendium, Multimedia Trove und die Berlin Registry.

Die Rubrik Ressourcen wurde geschaffen, um einen aktuellen Überblick über deutsche sowie internationale journalistische Berichterstattung, hochwertige Forschungspublikationen und weitere Medien zu psychedelischen Forschungsthemen zu geben.

Nutzen Sie unsere Dokumentation der wachsenden akademischen Beschäftigung mit psychedelischen Erfahrungen und deren Anwendungen im medizinischen Bereich und Selbstentwicklungsprozessen.

Unsere Ressourcen für Sie:

Das Psychedelic Compendium umfasst sorgfältig kuratierte und kommentierte Literatur zu wichtigen Themen der psychedelischen Forschung und Anwendung. Darunter befinden sich vier Kategorien:

  • Listen für Forschende,
  • Listen für Ärzte & Therapeuten,
  • und Listen für Presse & Journalisten,
  • und Listen für Patienten.

Die ersten beiden Kategorien fassen wissenschaftliche Publikationen zusammen. Die Leselisten für Presse & Journalisten umfassen hochwertige journalistische Publikationen aus dem deutschen und internationalen Kontext. Die Kategorie Listen für Patienten enthält einen Mischung informativer Literatur.

Die Multimedia Trove präsentiert eine Auswahl an empfehlenswerter Sachliteratur, Biografien und Belletristik, Podcasts, Spielfilmen und Dokumentationen mit Bezug zur psychedelischen Forschung, Gesellschaft und Kulturgeschichte.

Die Berlin Registry ist eine regelmäßig aktualisierte Übersicht über Unternehmen, die weltweit in der psychedelischen Industrie tätig sind. Die interaktive Karte gibt einen Einblick in derzeit aktive Firmen und ihre laufenden Projekte.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Durchstöbern unserer Ressourcen!

Psychedelic Compendium

Further Resources

Weitere Ressourcen

Forschungsinstrumente

Hier werden eine Reihe von Instrumenten vorgestellt, die die wissenschaftliche Untersuchung unterstützen, wie z. B. Fragebögen. Einige dieser Forschungsinstrumente wurden von den Angehörigen der MIND-Familie erstellt, während andere von unseren Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt wurden.

Research Instruments

BERLIN REGISTRY

Die Berlin Registry ist eine interaktive und regelmäßig aktualisierte Übersicht über Unternehmen, die in der psychedelischen Industrie tätig sind. Unsere interaktive Karte gibt einen Einblick in aktuell aktive Unternehmen und deren laufende Projekte.

The Berlin Registry

MULTIMEDIA TROVE

Die Multimedia Trove präsentiert eine Auswahl empfehlenswerter Sachliteratur, Biografien und Belletristik, Podcasts, Spielfilmen und Dokumentationen mit Bezug zur psychedelischen Forschung, Gesellschaft und Kulturgeschichte.

Multimedia Trove
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Wir unterstützen und führen hochwertige psychedelische Forschung durch

Die Forschungsprojekte der MIND Foundation sind auf evidenzbasierte Praxis und qualitativ hochwertige Wissenschaft ausgerichtet. In vielen unserer Projekte arbeiten wir gemeinsam mit Universitäten in- und außerhalb Deutschlands, sowie in Zusammenarbeit mit unserem wissenschaftlichen Beirat. Wir laden Sie ein, sich über unsere aktuellen Projekte zu informieren, die im Folgenden aufgeführt sind.

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Psilocybin-Depressionsstudie

Die geplante Studie wurde initiiert und wird geleitet von Studienleiter Prof. Dr. med. Gerhard Gründer am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim des Universitätsklinikums Heidelberg. Wir arbeiten mit beiden Studienzentren in Mannheim und an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Universitätsmedizin Berlin zusammen.

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Studien & Umfragen

Erfahren Sie mehr über die Teilnahme an Studien und Online-Umfragen. Sie finden hier sowohl Studien & Umfragen, die direkt von MIND unterstützt werden, als auch solche, die von anderen Universitäten und Instituten durchgeführt werden, die hier vorgestellt werden.

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RESSOURCEN

Die psychedelische Forschung hat Implikationen für ein breites Spektrum von Menschen und Berufen. Wir stellen nützliche Ressourcen zur Verfügung und erweitern diese ständig.

Für Neulinge und diejenigen, die ihr Verständnis des Themas vertiefen möchten.

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UNIMIND

Mit uniMIND entstehen weltweit akademische Journalclubs zur Diskussion psychedelischer Forschung. Sowohl Studierende als auch höherrangige Akademiker sind eingeladen, sich am kritischen Diskurs über veränderte Bewusstseinszustände und Psychedelika zu beteiligen.

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MIND Awards

In Anerkennung herausragender Beiträge zum Feld psychedelischer Forschung und Therapie verleihen wir jungen sowie etablierten WissenschaftlerInnen Preise unterschiedlicher Art. Die Verleihung findet in der Regel auf der INSIGHT Konferenz statt.

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Forschungsstipendien

Die MIND Foundation stellt jährlich Stipendien für Doktoranden zur Verfügung.

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Newsletter der MIND Foundation

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und wir halten Sie über alles, was mit der MIND Foundation zu tun hat, auf dem Laufenden.



    Unsere Verpflichtung

    Bei der MIND Foundation gestalten wir durch psychedelische Forschung und Bildung eine gesündere, miteinander verbundene Welt. Wir verstehen, dass die Verwirklichung dieser Vision bedeutet, Vielfalt und Integration zu einer Priorität zu machen, unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialem Status, Religion, sexueller Orientierung, körperlichen Merkmalen oder jeglicher gesundheitlicher Einschränkungen.

    MIND begrüßt Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft im Engagement für unsere Organisation und unsere Werte. Ganz gleich, ob es um eine zugängliche Gestaltung von Programmen der MIND Academy geht, oder diverse Perspektiven innerhalb des MIND Office zu fördern – wir haben uns verpflichtet, dieses wichtige Thema in der Entwicklung unserer Organisation in den Mittelpunkt zu stellen.

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    “Ich glaube, dass der Diskurs über psychedelische Erfahrung durch Beiträge aus einem  breiten Spektrum an Perspektiven immens profitieren kann. Aus diesem Grund fördert die MIND Academy einen integrativen Ansatz in der psychedelischen Forschung und Bildung. Unser Ziel ist es, Grundlagen für konstruktive Dialoge mit einem soliden Fundament in Wissenschaft und kritischem Denken zu schaffen.”

    Sergio Pérez Rosal, MD
    Direktor der MIND Academy

    MIND Academy Diversity Program

     

     

     

    Das MIND Academy Diversity Program wird entwickelt, um unser Academy Programm unabhängig von sozioökonomischem Status leichter zugänglich zu machen. Diese Initiative wird Menschen mit aufrichtigem Interesse an unserer Arbeit eine Chance zur Teilnahme bieten, die sonst nicht die Möglichkeit dazu hätten. Bitte melden Sie sich in naher Zukunft bei uns für mehr Information!

     

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    MIND Mitglieder weltweit

     

    Die MIND Members Association(Mitgliedervereinigung, MMA) umfasst eine große Vielfalt an Menschen. Wir heißen alle Menschen willkommen, ungeachtet ihrer Hintergründe und sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, ethnischen Zugehörigkeit, Kultur, nationalen Herkunft, Hautfarbe, Einwanderungsstatus, Geschlecht, persönlicher Überzeugung oder Religion.

    Die MMA setzt sich aus mehr als 600 Mitgliedern zusamen, darunter Neurowissenschaftler, Mediziner, Psychologen, Forscher, Politiker, Künstler, Ökonomen, Studierende und Freunde. Sie unterstützen unsere Vision und setzen sich für die Etablierung sicherer und legaler therapeutischer Nutzung der psychedelischen Erfahrung ein.

    Die Mitglieder der MIND Foundation sind weltweit verteilt. Unsere Gemeinschaft erstreckt sich über fünf Kontinente, 34 Nationalitäten, in 28 Ländern. Diese Vielfalt von Menschen bereichert unsere Gemeinschaft und wächst kontinuierlich!

     

    Um mehr über die Mitgliedschaft in unserer internationalen Gemeinschaft zu erfahren, klicken Sie hier.

     

     

    Stimmen der MIND Mitarbeiter

    Perspektiven auf psychedelische Forschung und Therapie

    Melina Mitsotaki, M.Phil., RKE Associate und uniMIND Project Coordinator,
    Griechenland

    “Ich begeistere mich dafür, dass Psychedelika zur Vernetzung und zu Systemdenken führen können. Sei dies im Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Beziehungen oder im wissenschaftlichen Betrieb, für mich ist es höchste Zeit, dass unsere weltweite Verbundenheit wahrgenommen wird. Dies kann uns wiederum helfen, die systemischen Probleme unserer Zeit anzugehen und eine bessere Welt um uns herum zu schaffen. Betrachtet man die psychedelische Forschung durch diese Linse, so zeigt sich nicht ein abweichender Ausreißer im Feld der Wissenschaft, sondern ein zentraler Stoffwechselweg, der Kommunikation zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen stärkt.“

    Vlad Nicolescu, M.Sc., RKE Associate, MIND Academy, und Communications,
    Rumänien

    “Wie viele Wissenschaftler und Therapeuten in den letzten Jahrzehnten betont haben, können Psychedelika genutzt werden, um das menschliche Bewusstsein zu verstehen, zu transformieren und zu heilen. Wo ich herkomme werden diese Fragen selten bis nie diskutiert. Die Folge ist, dass Menschen im Stillen unter psychischen Erkrankungen und deren Stigmatisierung leiden. Das autoritäre politische Regime des vergangenen Jahrhunderts hat tiefe Spuren in unserer Psyche hinterlassen. Dies wird besonders sichtbar, wenn man sich mit Fragen der psychischen Gesundheit und der sozialen Ungleichheit befasst. Beide Themen werden mit einer gewissen Angst und Unverständnis angegangen. Ich hoffe, dass die psychedelisch-unterstützte Therapie schließlich in der Lage sein wird, einige dieser Probleme zu lindern, indem sie einen Weg bietet, sich selbst und seinen sozialen Kontext zu verstehen, zu akzeptieren und zu transformieren.“

    Alejandra Díaz, M.B.A., Members Manager,
    Mexico

    “Ich komme aus einem Land mit einer überraschenden Vielfalt an halluzinogenen Kakteen, Kräutern und Pilzen, die in indigenen Kulturen seit Tausenden von Jahren verwendet werden. Es ist aufregend zu sehen, wie diese Substanzen über unsere Grenzen hinaus getragen wurden und auf der ganzen Welt Fantasie angeregt haben. Jetzt, Tausende von Jahren später, versucht die psychedelischen Forschung, einige der tiefgreifenden und einzigartigen substanzinduzierten Bewusstseinsveränderungen zu erklären. Ein Aspekt, der mich besonders erstaunt, ist der Einfluss von Psychedelika auf  Neuroplastizität. Die Wissenschaft scheint darauf hinzuweisen, dass Psychedelika das Potenzial haben, die Gehirn-Verschaltung zu verändern. Das gibt uns die Möglichkeit unsere Lebensgeschichte neu zu schreiben, und dies individuell und im Kollektiven.“

    Luis Retana, Marketing Manager,
    Guatemala

    “Ich habe großes Glück, in der psychedelischen Forschung arbeiten zu dürfen. Ich glaube wir sind es gewohnt, uns mehr um unsere physische als um unsere psychische Gesundheit zu kümmern, da sich dies leichter praktizieren lässt. Wenn es darum geht sich um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern, ist das im Alltag irgendwie schwieriger zu bewerkstelligen. Das Verstehen der psychedelischen Erfahrung kann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen helfen, indem man mehr über das menschliche Bewusstsein lernt. Das finde ich sehr faszinierend.“

    Jagoda Mackowiak, M.Sc., Resources & ASC Study Monitor Project Coordinator, RKE Associate,
    Polen

    “So klischeehaft es auch klingen mag, ich glaube daran, dass Psychedelika die Welt verändern können. Obwohl dies in der modernen Geschichte vernachlässigt wurde, sind psychedelische Substanzen seit Jahrhunderten in der einheimischen Medizin vorhanden. Es ist ein enormer Verlust für die Gesellschaft, dass wir sie in der jungen Vergangenheit beiseite geräumt haben, anstatt ihr therapeutisches Potenzial zu erforschen. Da wir heute ein Wiederaufleben der psychedelischen Forschung erfahren, möchte ich an der Umkehrung des schlechten Rufs der Psychedelika teilhaben und zur Verbesserung der globalen psychischen Gesundheit beitragen.“

    Sasha Silberberg, B.A., Director of Communications,
    Washington DC, USA

    “Obwohl mich viele Bereiche innerhalb der psychedelischen Forschung begeistern, finde ich den therapeutischen Einsatz von Psychedelika bei Patienten, die unter Angststörungen am Lebensende leiden besonders inspirierend und interessant. Psychedelika können den Patienten helfen, die ontologischen Fragen am Ende ihres Lebens anzugehen und die mit dem Tod einhergehende Angst zu lindern. Ich bin gespannt wie sich dieses Forschungsgebiet in den kommenden Jahren entwickelt, wenn der Anteil älterer Menschen an der Weltbevölkerung zunimmt.“

    MINDs Richtlinien zur Vielfalt

    Die MIND Foundation hält sich an die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgelegten Prinzipien bezüglich Gleichheit, Nichtdiskriminierung und Vielfalt. Im Zuge unseres Wachstums entwickeln wir unsere Richtlinien weiter, um dem natürlichen Streben nach Vielfalt in der psychedelischen Forschung und Bildung gerecht zu werden.

    Wir freuen uns über jede Rückmeldung oder Anregung.

    Schreiben Sie uns

    Over the course of six weeks, you will reconnect deeply with one of your psychedelic experiences in order to identify and embody the insights you have gained in sustainable ways. To support you in unfolding both the challenging and the beneficial aspects you may have uncovered, you will be guided through the integration process in six structured steps. Each week will cover one specific aspect and the modules will build on each other, progressing from intention to transformation.

    The live webinars will happen once a week for six consecutive weeks, starting on April 12th, 7pm.

    The peer group meetings are intended to take place on Sundays from 6pm to 7.30pm (CET) as a follow up to the live webinar sessions. However, the dates for the peer group meetings can be changed, according to the needs of the participants.

    You can join from everywhere in the world!

     

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    The ticket price includes the whole course with all six live sessions and access to all recordings, course resources, additional material and access to the course platform.

    Over the course of six weeks, you will reconnect deeply with one of your psychedelic experiences in order to identify and embody the insights you have gained in sustainable ways. To support you in unfolding both the challenging and the beneficial aspects you may have uncovered, you will be guided through the integration process in six structured steps. Each week will cover one specific aspect and the modules will build on each other, progressing from intention to transformation.

    The live webinars will happen once a week for six consecutive weeks, starting on June 1st, 8pm.

    The peer group meetings are intended to take place on Sundays from 6pm to 7.30pm (CET) as a follow up to the live webinar sessions. However, the dates for the peer group meetings can be changed, according to the needs of the participants.

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    About

    In the MIND Foundation, we distinguish between two general kinds of partnerships which we may develop further into different sub-types. Cooperations are a type of partnership where actual resources flow in via money, personnel, or materials. In this case, an entire corresponding contract is necessary for tax reasons and clarifying characteristics like a partner’s non-profit or for-profit status. In cooperation projects, it is also important to specify, for example, the publication rights. For cooperation contracts, we usually use templates available by the European or German Research Council and adapt them. The second type of partnerships are resource-free collaborations (there is no flow of material resources, but of course time itself is a very important resource) and are usually about the joint implementation of a project or mutual provided services like media cooperations. Here, a contract is not mandatory, but can always be useful to build clarity and avoid controversies – as these here and there occur e.g. in joint publications.

    Cooperations

    Collaborations

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    MIND Academy Programs

    We offer workshops, experiences, and professional trainings

    The MIND Academy hosts a variety of engaging educational programs including workshops, experiences, and professional trainings. Expert speakers and facilitators discuss topics ranging from psychedelic integration, psychotherapeutic and medical practice, drug science, consciousness research, and more.

    Most MIND Academy programs are open to both professionals and the public, and some offer CME credit for participation.

    Programs take place all over Europe and the world. You can also meet us online via MIND Academy Online!

    Programs

    COMING SOON

    MIND Academy Diversity Program

     

     

    The MIND Academy Diversity Program is being designed to make our Academy programs more accessible, regardless of socioeconomic status. This initiative will provide a chance to participate for people with a sincere interest in our work who otherwise would not have the chance to do so. Please check back with us in the near future for further details!

     

     

    Psychedelic Therapist Training 2021

    MENTAL HEALTH PROFESSIONALS CAN REGISTER FOR OUR PSYCHEDELIC THERAPIST TRAINING SERIES STARTING IN 2021

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      Lektüreliste 3
      Top 10 psychedelische Forschungsartikel im Jahr 2020

       

      Diese Liste wurde in Zusammenarbeit mit Blossom erstellt und gemeinsam veröffentlicht.

       

      Die Anzahl an Publikationen im Feld psychedelischer Forschung hat im Jahr 2020 stetig zugenommen. Während sich der Großteil der Außenwelt mit einer globalen Pandemie beschäftigte, setzte die Forschung zu psychedelischen Substanzen ihren Aufmarsch fort. In unserer Liste der Top-10-Artikel wird eine Auswahl der einflussreichsten Publikationen des Jahres vorgestellt.

      Die Arbeiten wurden aus den 2.000 bis 38.000 Artikeln (PubMed vs. Google Scholar) ausgewählt, die im letzten Jahr über Psychedelika veröffentlicht wurden. Die meisten der unten aufgelisteten Publikationen wurden bereits in Blossoms monatlichen Round-ups zur psychedelischen Forschung und im ASC Study Monitor von MIND vorgestellt. Obwohl die meistzitierte Arbeit auf der Liste Anfang 2021 “nur” 27 Zitate aufweist, erwarten wir, dass viele von ihnen zu zukünftigen Klassikern werden.

      Lesen Sie unsere Liste der Top-10-Artikel des Jahres 2020 und erfahren Sie mehr über eine bahnbrechende Studie mit Psilocybin zur Behandlung von Major Depression, Langzeitergebnisse aus der MDMA-unterstützten Psychotherapie bei PTBS, wie Psychedelika im Gehirn wirken und wie man Psychedelika im industriellen Maßstab herstellen kann.

      Psilocybin wurde in Kombination mit Psychotherapie auf sein Potenzial zur Unterstützung von Patienten mit behandlungsresistenter Depression (TRD, z. B. Carhart-Harris et al., 2017) untersucht. Patienten, die an einer Major Depression leiden (mit mittelschweren bis schweren Werten auf der Hamilton Depression Rating Scale), gelten als behandlungsresistent, wenn sie nach zwei Behandlungen mit Antidepressiva verschiedener Klassen, die jeweils mindestens 6 Wochen andauern, keine Verbesserungen zeigen.

      Unter allen Patienten mit Depressionen leiden 10 bis 30 % an TRD (Al-Harbi, 2012). Die Studie von Davis und Kollegen lieferte Hinweise darauf, dass psilocybingestützte Therapie eine geeignete Option für die Behandlung der Major Depression und TRD sein kann.

      In der Studie wurden zwei Sitzungen mit einer hohen Dosis Psilocybin abgehalten, mit dem Resultat einer klinisch signifikanten Reaktion (>50% niedrigere Punktzahl im Depressionsscore) bei 71% der Patienten vier Wochen später. Obwohl es sich um eine offene Studie handelt, die mit nicht mehr als 24 Teilnehmern durchgeführt wurde, gibt sie Hoffnung, dass die psychedelisch-unterstützte Therapie eine praktikable Option zur Verbesserung der Depressionssymptome bei Patienten darstellt, die auf konventionelle psychiatrische Behandlungen nicht ansprechen.

      Davis, A.K., Barrett, F.S., May, D.G., et al. (2020) Effects of Psilocybin-Assisted Therapy on Major Depressive Disorder: A Randomized Clinical Trial. JAMA Psychiatry

      Importance: Major depressive disorder (MDD) is a substantial public health burden, but current treatments have limited effectiveness and adherence. Recent evidence suggests that 1 or 2 administrations of psilocybin with psychological support produces antidepressant effects in patients with cancer and in those with treatment-resistant depression.
      Objective: To investigate the effect of psilocybin therapy in patients with MDD.
      Design, Setting, and Participants: This randomized, waiting list–controlled clinical trial was conducted at the Center for Psychedelic and Consciousness Research at Johns Hopkins Bayview Medical Center in Baltimore, Maryland. Adults aged 21 to 75 years with an MDD diagnosis, not currently using antidepressant medications, and without histories of psychotic disorder, serious suicide attempt, or hospitalization were eligible to participate. Enrollment occurred between August 2017 and April 2019, and the 4-week primary outcome assessments were completed in July 2019. A total of 27 participants were randomized to an immediate treatment condition group (n = 15) or delayed treatment condition group (waiting list control condition; n = 12). Data analysis was conducted from July 1, 2019, to July 31, 2020, and included participants who completed the intervention (evaluable population).
      Interventions: Two psilocybin sessions (session 1: 20 mg/70 kg; session 2: 30 mg/70 kg) were given (administered in opaque gelatin capsules with approximately 100 mL of water) in the context of supportive psychotherapy (approximately 11 hours). Participants were randomized to begin treatment immediately or after an 8-week delay.
      Main Outcomes and Measures: The primary outcome, depression severity was assessed with the GRID-Hamilton Depression Rating Scale (GRID-HAMD) scores at baseline (score of ≥17 required for enrollment) and weeks 5 and 8 after enrollment for the delayed treatment group, which corresponded to weeks 1 and 4 after the intervention for the immediate treatment group. Secondary outcomes included the Quick Inventory of Depressive Symptomatology-Self Rated (QIDS-SR).
      Results: Of the randomized participants, 24 of 27 (89%) completed the intervention and the week 1 and week 4 postsession assessments. This population had a mean (SD) age of 39.8 (12.2) years, was composed of 16 women (67%), and had a mean (SD) baseline GRID-HAMD score of 22.8 (3.9). The mean (SD) GRID-HAMD scores at weeks 1 and 4 (8.0 [7.1] and 8.5 [5.7]) in the immediate treatment group were statistically significantly lower than the scores at the comparable time points of weeks 5 and 8 (23.8 [5.4] and 23.5 [6.0]) in the delayed treatment group. The effect sizes were large at week 5 (Cohen d = 2.5; 95% CI, 1.4-3.5; P < .001) and week 8 (Cohen d = 2.6; 95% CI, 1.5-3.7; P < .001). The QIDS-SR documented a rapid decrease in mean (SD) depression score from baseline to day 1 after session 1 (16.7 [3.5] vs 6.3 [4.4]; Cohen d = 2.6; 95% CI, 1.8-3.5; P < .001), which remained statistically significantly reduced through the week 4 follow-up (6.0 [5.7]; Cohen d = 2.3; 95% CI, 1.5-3.0; P < .001). In the overall sample, 17 participants (71%) at week 1 and 17 (71%) at week 4 had a clinically significant response to the intervention (≥50% reduction in GRID-HAMD score), and 14 participants (58%) at week 1 and 13 participants (54%) at week 4 were in remission (≤7 GRID-HAMD score).
      Conclusions: and Relevance Findings suggest that psilocybin with therapy is efficacious in treating MDD, thus extending the results of previous studies of this intervention in patients with cancer and depression and of a nonrandomized study in patients with treatment-resistant depression..

      In einer Langzeit-Follow-up-Studie untersuchten Jerome und Kollegen die Ergebnisse von sechs Phase-2-Studien, die von der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS) durchgeführt wurden. Die Studien waren alle doppelblind und Open-Label, einschließlich langfristiger Nachbeobachtung. Am Ende der Behandlung erfüllten 56% der Patienten nicht die Kriterien für eine PTBS. Bei der langfristigen Nachuntersuchung (mindestens 12 Monate später) waren es 67%. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gaben an, dass sie erheblichen Nutzen erlebten, der im Laufe der Zeit anhielt oder sich verstärkte.

      Diese Ergebnisse liefern einen weiteren Beleg für die Hypothese, dass Psychedelika und Entaktogene eine praktikable Behandlungsoption für Menschen mit psychischen Störungen sein könnten. Eine Analyse der Kosten dieses medizinischen Ansatzes von Marseille und Kollegen modellierte, dass MDMA-unterstützte Psychotherapie für PTBS zusätzliche qualitätsbereinigte Lebensjahre (QALY) zu geringeren Kosten als konventionelle Behandlungen bringen kann.

      Jerome, L., Feduccia, A. A., Wang, J. B., Hamilton, S., Yazar-Klosinski, B., Emerson, A., Mithoefer, M. C., & Doblin, R. (2020). Long-term follow-up outcomes of MDMA-assisted psychotherapy for treatment of PTSD: a longitudinal pooled analysis of six phase 2 trials. Psychopharmacology, 237(8):2485–2497.

      Rationale: Posttraumatic stress disorder (PTSD) is a chronic condition that has wide-ranging negative effects on an individual’s health and interpersonal relationships. Treatments with long-term benefits are needed to promote the safety and well-being of those suffering from PTSD.
      Objectives: To examine long-term change in PTSD symptoms and additional benefits/harms after 3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA)-assisted psychotherapy for treatment of PTSD.
      Methods: Participants received two to three active doses of MDMA (75–125 mg) during blinded or open-label psychotherapy sessions with additional non-drug therapy sessions. PTSD symptoms were assessed using the Clinician-Administered PTSD Scale for DSM IV (CAPS-IV) at baseline, 1 to 2 months after the last active MDMA session (treatment exit), and at least 12 months post final MDMA session (LTFU). A mixed-effect repeated-measures (MMRM) analysis assessed changes in CAPS-IV total severity scores. The number of participants who met PTSD diagnostic criteria was summarized at each time point. Participants completed a long-term follow-up questionnaire.
      Result: There was a significant reduction in CAPS-IV total severity scores from baseline to treatment exit (LS mean (SE) = − 44.8 (2.82), p < .0001), with a Cohen’s d effect size of 1.58 (95% CI = 1.24, 1.91). CAPS-IV scores continued to decrease from treatment exit to LTFU (LS mean (SE) = − 5.2 (2.29), p < .05), with a Cohen’s d effect size of 0.23 (95% CI = 0.04, 0.43). The number of participants who no longer met PTSD criteria increased from treatment exit (56.0%) to LTFU (67.0%). The majority of participants reported benefits, including improved relationships and well-being, and a minority reported harms from study participation.
      Conclusion: PTSD symptoms were reduced 1 to 2 months after MDMA-assisted psychotherapy, and symptom improvement continued at least 12 months post-treatment. Phase 3 trials are investigating this novel treatment approach in a larger sample of participants with chronic PTSD.

      Psychedelisch-unterstützte Therapiesitzungen werden normalerweise mit einzelnen Patienten durchgeführt. In ihrer Pilotstudie (n=18) zeigten Anderson und Kollegen, dass Psilocybin bei der Behandlung von Demoralisierung nützlich sein kann und dass es auch das Potenzial hat, in einem Gruppensetting erfolgreich eingesetzt zu werden. Trotz weiterhin dünner Datenlage zeigt sich, dass Vor- und Nachbereitungssitzungen (oder in Zukunft sogar eine Sitzung mit der Verabreichung von Psychedelika) in einem Gruppensetting das Potenzial besitzen, die Kostenseite der Therapie noch weiter zu verbessern.

      Anderson, B.T., Danforth, A., Daroff, R., Stauffer, C., Ekman, E., Agin-Liebes, G., et al. (2020) Psilocybin-assisted group therapy for demoralized older long-term AIDS survivor men: An open-label safety and feasibility pilot study. EClinicalMedicine, 27:100538

      Background: Psilocybin therapy has shown promise as a rapid-acting treatment for depression, anxiety, and demoralization in patients with serious medical illness (e.g., cancer) when paired with individual psychotherapy. This study assessed the safety and feasibility of psilocybin-assisted group therapy for demoralization in older long-term AIDS survivor (OLTAS) men, a population with a high degree of demoralization and traumatic loss.
      Methods: Self-identified gay men OLTAS with moderate-to-severe demoralization (Demoralization Scale-II ≥8) were recruited from the community of a major US city for a single-site open-label study of psilocybin-assisted group therapy comprising 8–10 group therapy visits and one psilocybin administration visit (0·3–0·36 mg/kg po). Primary outcomes were rate and severity of adverse events, and participant recruitment and retention. The primary clinical outcome was change in mean demoralization from baseline to end-of-treatment and to 3-month follow-up assessed with a two-way repeated measures ANOVA. Trial registration: Clinicaltrials.gov (NCT02950467)
      Findings: From 17 July 2017 to 16 January 2019, 18 participants (mean age 59·2 years (SD 4·4)) were enrolled, administered group therapy and psilocybin, and included in intent-to-treat analyses. We detected zero serious adverse reactions and two unexpected adverse reactions to psilocybin; seven participants experienced self-limited, severe expected adverse reactions. We detected a clinically meaningful change in demoralization from baseline to 3-month follow-up (mean difference -5·78 [SD 6·01], ηp2 = 0·47, 90% CI 0·21–0·60).
      Interpretation: We demonstrated the feasibility, relative safety, and potential efficacy of psilocybin-assisted group therapy for demoralization in OLTAS. Groups may be an effective and efficient means of delivering psychotherapy pre- and post-psilocybin to patients with complex medical and psychiatric needs.

      Psychedelika können eine neuartige Alternative bei der Behandlung von PTBS, Depression (TRD, MDD), Sucht und verschiedenen anderen psychischen Störungen bieten. Schindler und Kollegen erweiterten die Reichweite von Psychedelika mit der ersten doppelblinden, placebokontrollierten Studie (n=10) im Einsatz von Psilocybin bei Migräne.

      Die Studie verwendete eine mittlere Dosis Psilocybin und fand eine signifikante Reduktion der Migränehäufigkeit bis zu zwei Wochen später. Die genauen Mechanismen hinter diesem Phänomen sind noch nicht vollständig geklärt, aber ein kürzlich durchgeführter Review von Psychedelika gegen Clusterkopfschmerzen identifizierte Veränderungen der funktionellen Konnektivität als einen möglichen Weg.

      Schindler, E., Sewell, R. A., Gottschalk, C. H., Luddy, C., Flynn, L. T., Lindsey, H., Pittman, B. P., Cozzi, N. V., and D’Souza, D. C. (2020) Exploratory Controlled Study of the Migraine-Suppressing Effects of Psilocybin. Neurotherapeutics

      While anecdotal evidence suggests that select 5-hydroxytryptamine 2A (5-HT2A) receptor ligands, including psilocybin, may have long-lasting therapeutic effects after limited dosing in headache disorders, controlled investigations are lacking. In an exploratory double-blind, placebo-controlled, cross-over study, adults with migraine received oral placebo and psilocybin (0.143 mg/kg) in 2 test sessions spaced 2 weeks apart. Subjects maintained headache diaries starting 2 weeks before the first session until 2 weeks after the second session. Physiological and psychological drug effects were monitored during sessions and several follow-up contacts with subjects were carried out to assure safety of study procedures. Ten subjects were included in the final analysis. Over the 2-week period measured after single administration, the reduction in weekly migraine days from baseline was significantly greater after psilocybin (mean, - 1.65 (95% CI: - 2.53 to - 0.77) days/week) than after placebo (- 0.15 (- 1.13 to 0.83) days/week; p = 0.003, t(9) = 4.11). Changes in migraine frequency in the 2 weeks after psilocybin were not correlated with the intensity of acute psychotropic effects during drug administration. Psilocybin was well-tolerated; there were no unexpected or serious adverse events or withdrawals due to adverse events. This exploratory study suggests there is an enduring therapeutic effect in migraine headache after a single administration of psilocybin. The separation of acute psychotropic effects and lasting therapeutic effects is an important finding, urging further investigation into the mechanism underlying the clinical effects of select 5-HT2A receptor compounds in migraine, as well as other neuropsychiatric conditions.

      Die akute psychedelische Erfahrung wird oft als ein veränderter Bewusstseinszustand definiert. Bei der Behandlung von psychischen Störungen können psychedelische Substanzen bei den Patienten langfristige positive Effekte erzielen, aber die akute Erfahrung ist nicht immer erwünscht. Die Möglichkeit, akute psychedelische Effekte zu eliminieren und gleichzeitig die langfristigen Ergebnisse zu erhalten, wurde von Cameron et al. untersucht. In ihrer Studie führte die Verabreichung von Tabernanthalog, einem nicht-psychoaktiven Analogon zu Ibogain, zu einer ähnlichen strukturellen neuronalen Plastizität (etwas, das auch bei anderen Psychedelika beobachtet wurde, z. B. Ly et al., 2018 oder Barrett et al., 2020), einer Verringerung des suchtähnlichen Verhaltens und antidepressiv-ähnlichen Effekten bei Mäusen. Dieses Phänomen muss noch beim Menschen erforscht werden, aber es deutet darauf hin, dass Analoga zu psychedelischen Substanzen einen therapeutischen Wert ohne die akute Wirkung und geringere bis keine Toxizität bieten könnten.

      Cameron, L.P., Tombari, R.J., Lu, J., Pell, A.J., Hurley, Z.Q., Ehinger, Y., Vargas, M.V., McCarroll, M.N., Taylor, J.C., Myers-Turnbull, D., Liu, T., Yaghoobi, B., Laskowski, L.J., Anderson, E.I., Zhang, G., Viswanathan, J., Brown, B.M., Tjia, M., Dunlap, L.E., Rabow, Z.T., et al. (2021) A non-hallucinogenic psychedelic analogue with therapeutic potential. Nature, 589(7842):474–479

      The psychedelic alkaloid ibogaine has anti-addictive properties in both humans and animals1. Unlike most medications for the treatment of substance use disorders, anecdotal reports suggest that ibogaine has the potential to treat addiction to various substances, including opiates, alcohol and psychostimulants. The effects of ibogaine-like those of other psychedelic compounds-are long-lasting2, which has been attributed to its ability to modify addiction-related neural circuitry through the activation of neurotrophic factor signalling3,4. However, several safety concerns have hindered the clinical development of ibogaine, including its toxicity, hallucinogenic potential and tendency to induce cardiac arrhythmias. Here we apply the principles of function-oriented synthesis to identify the key structural elements of the potential therapeutic pharmacophore of ibogaine, and we use this information to engineer tabernanthalog-a water-soluble, non-hallucinogenic, non-toxic analogue of ibogaine that can be prepared in a single step. In rodents, tabernanthalog was found to promote structural neural plasticity, reduce alcohol- and heroin-seeking behaviour, and produce antidepressant-like effects. This work demonstrates that, through careful chemical design, it is possible to modify a psychedelic compound to produce a safer, non-hallucinogenic variant that has therapeutic potential.

      Eine genauere Betrachtung der Hirnaktivitäten während einer psychedelischen Erfahrung wurde von Mason und Kollegen vorgenommen. Diese Studie untersuchte Veränderungen in den Spiegeln des Neurotransmitters Glutamat in verschiedenen Hirnarealen. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Psychedelika die Neuroplastizität über die glutamaterge Aktivität erhöhen können. In der doppelblinden, placebokontrollierten Hirnbildgebungsstudie waren niedrigere hippocampale Glutamatspiegel mit einer positiv erlebten Ich-Auflösung verbunden.

      Mehrere wietere Studien im Jahr 2020 untersuchten neuronale Veränderungen auf dem Höhepunkt einer psychedelischen Erfahrung. Alamia und Kollegen lieferten weitere Belege für veränderte kortikale Wellen unter DMT, während Varley und Kollegen herausfanden, dass Psilocybin und LSD die fraktalen Dimensionen in Hirnarealen erhöhen, die mit räumlichen und zeitlichen Domänen in Verbindung stehen.

      Mason, N.L., Kuypers, K.P.C., Müller, F. et al. (2020) Me, myself, bye: regional alterations in glutamate and the experience of ego dissolution with psilocybin. Neuropsychopharmacol. 45:2003–2011

      There is growing interest in the therapeutic utility of psychedelic substances, like psilocybin, for disorders characterized by distortions of the self-experience, like depression. Accumulating preclinical evidence emphasizes the role of the glutamate system in the acute action of the drug on brain and behavior; however this has never been tested in humans. Following a double-blind, placebo-controlled, parallel group design, we utilized an ultra-high field multimodal brain imaging approach and demonstrated that psilocybin (0.17 mg/kg) induced region-dependent alterations in glutamate, which predicted distortions in the subjective experience of one’s self (ego dissolution). Whereas higher levels of medial prefrontal cortical glutamate were associated with negatively experienced ego dissolution, lower levels in hippocampal glutamate were associated with positively experienced ego dissolution. Such findings provide further insights into the underlying neurobiological mechanisms of the psychedelic, as well as the baseline, state. Importantly, they may also provide a neurochemical basis for therapeutic effects as witnessed in ongoing clinical trials.

      Salvia Divinorum ist eine in Mexiko vorkommende Salbeiart und hat eine lange Tradition in religiösen und heilenden Praktiken. Salvinorin A ist ein Halluzinogen und ein k-Opioidrezeptor-Agonist, der in Salvia Divinorum auftritt. In der Studie von Doss et al. wurde den Teilnehmern Salvinorin A verabreicht und ihre Hirnaktivitäten mit fMRI untersucht. Interessanterweise zeigten die Daten eine Abnahme statischen funktionellen Konnektivität des Default-Mode-Netzwerks (DMN), ein Effekt, der mit der Wirkung von klassischen Psychedelika vergleichbar ist. Obwohl die Stichprobengröße relativ klein war (n=12) und die Teilnehmer bereits Erfahrung mit Psychedelika hatten (im Durchschnitt mehr als 250 Vorerfahrungen!), deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die k-Opioid-Rezeptor-Signalwege vergleichbare Effekte auslösen können wie klassische Psychedelika, die auf Serotoninrezeptoren abzielen. Müller und Kollegen haben dieses Phänomen ebenfalls bereits beobachtet und fanden ähnliche neuronale Veränderungen, die durch MDMA ausgelöst wurden.

      Doss, M.K., May, D.G., Johnson, M.W. et al. (2020) The Acute Effects of the Atypical Dissociative Hallucinogen Salvinorin A on Functional Connectivity in the Human Brain. Sci Rep, 10:16392

      Salvinorin A (SA) is a κ-opioid receptor agonist and atypical dissociative hallucinogen found in Salvia divinorum. Despite the resurgence of hallucinogen studies, the effects of κ-opioid agonists on human brain function are not well-understood. This placebo-controlled, within-subject study used functional magnetic resonance imaging for the first time to explore the effects of inhaled SA on strength, variability, and entropy of functional connectivity (static, dynamic, and entropic functional connectivity, respectively, or sFC, dFC, and eFC). SA tended to decrease within-network sFC but increase between-network sFC, with the most prominent effect being attenuation of the default mode network (DMN) during the first half of a 20-min scan (i.e., during peak effects). SA reduced brainwide dFC but increased brainwide eFC, though only the former effect survived multiple comparison corrections. Finally, using connectome-based classification, most models trained on dFC network interactions could accurately classify the first half of SA scans. In contrast, few models trained on within- or between-network sFC and eFC performed above chance. Notably, models trained on within-DMN sFC and eFC performed better than models trained on other network interactions. This pattern of SA effects on human brain function is strikingly similar to that of other hallucinogens, necessitating studies of direct comparisons.

      Die Wirkmechanismen von Psychedelika können auf verschiedenen Ebenen untersucht werden. Die oben genannten Studien betrachten meist Veränderungen in und zwischen Netzwerken von Hirnarealen. In der von Roth und Kollegen veröffentlichten Studie werden die molekularen Eigenschaften des 5-HT2A-Serotoninrezeptors untersucht.

      Dieser Artikel, genau wie der obenstehende über Tabernanthalog, trägt zu unserem Verständnis bei, wie man die (therapeutischen) Effekte der Hirnplastizität von den akuten Effekten von Psychedelika trennen kann. Er zielt auch darauf ab, zu erklären, wie Psychedelika an den Serotoninrezeptor binden und anschließend dessen Konformationsänderung auslösen.

      Erfahren Sie mehr über Serotoninrezeptoren in unserer Lektüreliste.

      Kim, K., Che, T., Panova, O., DiBerto, J. F., Lyu, J., Krumm, B. E., Wacker, D., Robertson, M. J., Seven, A. B., Nichols, D. E., Shoichet, B. K., Skiniotis, G., and Roth, B. L. (2020). Structure of a Hallucinogen-Activated Gq-Coupled 5-HT2A Serotonin Receptor. Cell, 182(6):1574–1588.e19.

      Hallucinogens like lysergic acid diethylamide (LSD), psilocybin, and substituted N-benzyl phenylalkylamines are widely used recreationally with psilocybin being considered as a therapeutic for many neuropsychiatric disorders including depression, anxiety, and substance abuse. How psychedelics mediate their actions-both therapeutic and hallucinogenic-are not understood, although activation of the 5-HT2A serotonin receptor (HTR2A) is key. To gain molecular insights into psychedelic actions, we determined the active-state structure of HTR2A bound to 25-CN-NBOH-a prototypical hallucinogen-in complex with an engineered Gαq heterotrimer by cryoelectron microscopy (cryo-EM). We also obtained the X-ray crystal structures of HTR2A complexed with the arrestin-biased ligand LSD or the inverse agonist methiothepin. Comparisons of these structures reveal determinants responsible for HTR2A-Gαq protein interactions as well as the conformational rearrangements involved in active-state transitions. Given the potential therapeutic actions of hallucinogens, these findings could accelerate the discovery of more selective drugs for the treatment of a variety of neuropsychiatric disorders.

      Ein großer Bereich der Forschung zu Psychedelika im Jahr 2020 widmete sich der Herstellung psychedelischer Substanzen. Um Psychedelika für klinisch-therapeutischen Gebrauch verfügbar zu machen, muss die Herstellung (und Verabreichung) von Psychedelika im industriellen Maßstab und zu geringeren Kosten realisiert werden. Kargbo und Kollegen (vor allem am Usona Institute) veröffentlichten eine Methode zur Herstellung von Psilocybin in großem Maßstab (1kg, oder >33.000 hohe Dosen).

      Diese Studie ist nur eine von vielen, die neue Wege der Herstellung erkunden. Milne und Kollegen waren in der Lage, Bierhefe zu verwenden, um nicht nur Psilocybin, sondern auch Norbaeocystin, Baeocystin und Aeruginascin zu produzieren. Und Cozzi und Daley, Co-Autoren der Arbeit in diesem Abschnitt, synthetisierten auch DMT für klinische Versuche.

      Erfahren Sie mehr im Interview mit Nick Milne auf dem MIND Blog.

      Kargbo, R.B., Sherwood, A., Walker, A., Cozzi, N.V., Dagger, R.E., Sable, J., O’Hern, K., Kaylo, K., Patterson, T., Tarpley, G., and Meisenheimer, P. (2020) Direct Phosphorylation of Psilocin Enables Optimized cGMP Kilogram-Scale Manufacture of Psilocybin. ACS Omega, 5(27):16959-16966

      A second-generation kilogram-scale synthesis of the psychedelic tryptamine psilocybin has been developed. The synthesis was designed to address several challenges first encountered with the scale-up of previously described literature procedures, which were not optimized for providing consistent yield and purity of products, atom economy, or being run in pilot plant-scale reactors. These challenges were addressed and circumvented with the design of the second-generation route, which featured an optimized cGMP large-scale Speeter–Anthony tryptamine synthesis to the intermediate psilocin with improved in-process control and impurity removal over the three steps. Psilocin was subsequently phosphorylated directly with phosphorous oxychloride for the first time, avoiding a tedious and poor atom economy benzyl-protecting group strategy common to all previously described methods for producing psilocybin. In this report, the challenges encountered in a 100 g scale first-generation literature-based synthesis are highlighted, followed by a detailed description of the newly developed second-generation synthesis to provide over one kilogram of high-purity psilocybin under cGMP.

      Die oben genannten Studien geben einen Einblick in die Zukunft der Forschung zu psychedelischen Substanzen. Sie zeigen Wege auf, wie Psychedelika nutzbringend sein können, wie sie im Gehirn wirken und sogar, wie sie in großem Maßstab produziert werden können. In einem Rückblick auf die Forschung und Veröffentlichungen zwischen den Jahren 2007 und 2019 überprüften Reiff und Kollegen den aktuellen Stand der Erkenntnis über Psychedelika für die psychedelisch-unterstützte Psychotherapie.

      Sie identifizierten und diskutierten Studien mit MDMA bei PTBS und die Psilocybin-Studien bei Depressionen und krebsbedingten Angststörungen und stellten fest, dass Studien wie die oben genannten weitere Belege für Psychedelika als Therapeutika geliefert haben. Eine weitere Übersichtsarbeit von Goldberg und Kollegen kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Autoren fanden signifikante positive Effekte auf verschiedene Symptome psychischer Erkrankungen in ihren über 24 einzigartigen Stichproben mit insgesamt fast 550 Probanden.

      Reiff, C.M., Richman, E.E., Nemeroff, C.B., Carpenter, L.L., Widge, A.S., Rodriguez, C.I., Kalin, N.H., and McDonald, W.M. (2020) Psychedelics and Psychedelic-Assisted Psychotherapy. The American Journal of Psychiatry, 177(5):391-410

      Objective: The authors provide an evidenced-based summary of the literature on the clinical application of psychedelic drugs in psychiatric disorders.
      Methods: Searches of PubMed and PsycINFO via Ovid were conducted for articles in English, in peer-reviewed journals, reporting on “psilocybin,” “lysergic acid diethylamide,” “LSD,” “ayahuasca,” “3,4-methylenedioxymethamphetamine,” and “MDMA,” in human subjects, published between 2007 and July 1, 2019. A total of 1,603 articles were identified and screened. Articles that did not contain the terms “clinical trial,” “therapy,” or “imaging” in the title or abstract were filtered out. The 161 remaining articles were reviewed by two or more authors. The authors identified 14 articles reporting on well-designed clinical trials investigating the efficacy of lysergic acid diethylamide (LSD), 3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA), psilocybin, and ayahuasca for the treatment of mood and anxiety disorders, trauma and stress-related disorders, and substance-related and addictive disorders as well as in end-of-life care.
      Results: The most significant database exists for MDMA and psilocybin, which have been designated by the U.S. Food and Drug Administration (FDA) as “breakthrough therapies” for posttraumatic stress disorder (PTSD) and treatment-resistant depression, respectively. The research on LSD and ayahuasca is observational, but available evidence suggests that these agents may have therapeutic effects in specific psychiatric disorders.
      Conclusions: Randomized clinical trials support the efficacy of MDMA in the treatment of PTSD and psilocybin in the treatment of depression and cancer-related anxiety. The research to support the use of LSD and ayahuasca in the treatment of psychiatric disorders is preliminary, although promising. Overall, the database is insufficient for FDA approval of any psychedelic compound for routine clinical use in psychiatric disorders at this time, but continued research on the efficacy of psychedelics for the treatment of psychiatric disorders is warranted.