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april, 2019

05apr19:3021:00Event OverIst soziale Kontrolle in der Drogenpolitik evidenzbasiert?Öffentlicher Vortrag im Forum Bewusstseinskultur der MIND Academy| Sprache: Deutsch

Event Details

Ist soziale Kontrolle in der Drogenpolitik evidenzbasiert? 

Eine Betrachtung der Geschichte der Drogenpolitik – vor Allem neue Entwicklungen – zeigt, dass der staatliche Umgang mit psychoaktiven Substanzen sehr verschieden ist. Die Regulierung von Verhalten ist immer ein Ausdruck von sozialer Kontrolle, die aber auf sehr unterschiedlicher Art und Weise durchgeführt oder durchgesetzt werden kann. So sind einige Stoffe frei verkäuflich, andere fallen unter das Strafrecht, wieder andere sind im gewissen Maße reguliert und nicht ohne weiteres frei verfügbar. Damit wird zumindest für einen nicht unerheblichen Teil der psychoaktiven Substanzen auf das schärfste Schwert der sozialen Kontrolle, auf das Strafrecht, zurückgegriffen, wodurch sowohl Handelnde als auch Konsumierende von psychoaktiven Substanzen und sogar unter bestimmten Umständen Forschende mit starken staatlichen Repressionen zurechnen haben. War das schon immer so? Mitnichten, für einen längeren Zeitraum waren die psychoaktiven Stoffe, die heute unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, noch anders oder gar nicht reguliert und auch heute unterscheiden sich die Regulierungsmodelle zwischen den Staaten zum Teil (wieder). Woran liegt das? Welche (politischen) Erwägungen stecken dahinter? Waren die Entwicklungen im Betäubungsmittelrecht an gesundheitlichen Erwägungen orientiert? Oder richteten sie sich sogar teilweise gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen? Liegen Fehlinformationen den Regulierungen zugrunde? Und vor Allem, welche Folgen hatten und haben diese Entwicklungen für die Bevölkerung, für suchtkranke Menschen, für Konsumierende, für die Strafverfolgungsbehörden und für die Wissenschaft? Der Vortrag wird sich diesen Fragen mit Fokus auf der Politik in Deutschland nähern und dabei kritisch prüfen, ob und ggf. wann diese Politik evidenzbasiert gewesen ist und welchen Erwägungen diese veranlasst haben. Dabei wird neben einer rechtswissenschaftlichen und kriminologischen auch eine rechtspolitische Perspektive eingenommen, um andere Regulierungsmodelle in den Blick zu nehmen und kritisch zu prüfen, ob und wie der Umgang mit psychoaktiven Substanzen reguliert werden könnte und mit welchen Veränderungen wir in den nächsten Jahren möglicherweise zurechnen haben. Dies wird insbesondere aus aktuellen drogenpolitischen Entwicklungen und Konfliktfeldern abgeleitet, die wir insbesondere hier in Berlin anhand der Bundespolitik aber auch aufgrund der Berliner Landespolitik beobachten können.  

 

Über Jan Fährmann 

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Münster, wechselte Jan Fährmann zur Promotion (juristische/kriminologische Arbeit) an die FU Berlin. Daneben arbeitete er in einer Strafverteidigerkanzlei und begann mit dem Referendariat. Seit 2018 lehrt und forscht er am Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit der HWR Berlin. Daneben engagiert er sich in der Drogen-, Innen- und Justizpolitik und ist dabei für Bündnis 90/Die Grünen in verschiedenen Posten aktiv.  

 

Event im Forum Bewusstseinskultur der MIND Foundation

Die Veranstaltungen des Forum Bewusstseinskultur wenden sich an ein breites Publikum. Die meisten Veranstaltungen dieses Academy Tracks setzen keine oder nur gerine Kenntnis von Fachterminologie voraus. Das Forum Bewusstseinskultur möchte eine Verbindung von Wissenschaft und Kultur herstellen. Das Ziel ist die Etablierung einer evidenzbasierten Kultur des Bewusstseins. Das Forum Bewusstseinskultur integriert Erste Person und Dritte Person Perspektiven auf das Bewusstsein, im besonderen auf psychedelisches Erleben. Lese Sie HIER mehr über die MIND Academy und ihre verschiedene Tracks.

Ort: MIND Foundation @betahaus, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin, 1. Etage

Sie können bis zum 13. März reduzierte Early Bird Tickets erwerben.
Ab dem 29. März sowie an der Abendkasse werden Late Bird tickets (+20 %) verkauft. Es wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2 € für Barzahlungen erhoben.

Schicken Sie uns bitte ein Foto/ Scan per E-Mail an booking@mind-foundation.org (oder antworten Sie direkt auf die Bestätigungs E-Mail, die Sie nach dem Ticketkauf erhalten) für die Validierung von low income Tickets.

Bitte erscheinen Sie 30-45 Minuten vor dem Event, sodass ein reibungsloser Check-in gewährleistet werden kann.

Time

(Friday) 19:30 - 21:00

Location

betahaus Berlin

Rudi-Dutschke-Straße 23

Speakers for this event

  • Jan Fährmann

    Jan Fährmann

Registration

Tickets are not available for sale any more for this event!

Organizer

MIND Foundation

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